Die Steinzeit

Was und wann war die Steinzeit?
Die Steinzeit, gilt als die erste Phase der Menschheitsgeschichte. Sie begann vor ungefähr 2,5 Millionen Jahren und dauerte bis ungefähr 8000 v. Chr.
Die Steinzeit wird auch öfter  Eiszeitalter (Pleistozän) genannt.

Besonders geprägt wurde diese Zeit durch den Wechsel von Kalt- und Warmzeiten.

Sie endete, je nach Region unterschiedlich, mit dem Übergang in die Bronze- und Kupferzeit.

  • in den am weitesten entwickelten Teilen des Nahen Ostens und Südostasiens endete sie ungefähr 6000 v. Chr.

  • in Europa, im übrigen Asien und Afrika dagegen dauerte sie bis etwa 4000 v. Chr.

  • auf dem amerikanischen Kontinent begann die Steinzeit mit dem ersten Eintreffen des Menschen vor etwa 30 000 Jahren und endete in manchen Gebieten frühestens 2500 v. Chr.

Klimaveränderung

Die Kultur in der langen Zeitspanne der Steinzeit wurde durch häufige Klimaveränderungen immer wieder angepasst und somit weiterentwickelt.

Man unterteilt die Steinzeit in drei Perioden:

  • Paläolithikum (Altsteinzeit)
    Werkzeuge und Waffen wurden aus Stein hergestellt. Die Verwendung von Metall war unbekannt.

  • Mesolithikum (Mittelsteinzeit)
    Da sich das Klima langsam immer mehr erwärmtebildeten sich Wälder und die Pflanzen der Eiszeit bildeten sich zurück. Durch die Wälder  blieben die Tiere, die der Mensch jagdte, allmählich an einem Ort. Der Mensch musste sie also nicht mehr suchen und wandern wie früher, sondern konnte feste Siedlungen gründen. Allmählich entwickelte sich auch der Ackerbau und Haustiere wurden gehalten.

    Durch die enorme Erwärmung des Klimas um 8000 v. Chr., veränderte sich das Leben der Menschen im Laufe der Zeit.

    Jagen und Fischen

    Die eiszeitlichen Pflanzen gingen zurück und es wuchsen Wälder. Somit änderte sich auch die Art der Tiere. Die Menschen gingen zur Jagd auf Hirsche, Rehe, Wildschweine und Vögel. Und auch der Fischfang nahm an Bedeutung zu.

    Sammeln
    Neben der Jagd und dem Fischfang spielte das Sammeln von Früchten und Beeren eine Rolle.

  • Neolithikum (Jungsteinzeit)
    Die sich anschließende Jungsteinzeit war vor allem durch den Anbau von Kulturpflanzen und die Viehhaltung gekennzeichnet. Es wurden Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe gehalten. Der Beginn der Jungsteinzeit ist von Region zu Region unterschiedlich. Der früheste Beginn der Jungsteinzeit ist für Kleinasien und Mesopotamien um 9000 v. Chr. belegt. Siedlungen wuchsen zu beachtlicher Größe und wurden mit Mauern und Türmen befestigt. Es begann der Handel mit Rohstoffen und Waren. In Europa begann die Jungsteinzeit im 6. Jahrtausend im Bereich der Balkanhalbinsel. Von hier breitete sie sich nach und nach aus. Die Werkzeuge wurden immer mehr verfeinert, Keramik wurde reich verziert.

    Die Verarbeitung von Metall bildete den Übergang in die Bronzezeit.

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